Was ist Dentosophie?
Die Dentosophie, abgeleitet von „Dento - Sophie“ (griechisch „Weisheit der Zähne“) ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz, der Zahnheilkunde, Posturologie und Anthroposophie miteinander verbindet und so die Selbstheilungskräfte und Regulationsmechanismen unseres Körpers aktiviert.
Die Dentosophie ist eine begleitete Selbsttherapie, durch welche über das Wiedererlernen von Atmen, Schlucken und Kauen eine Vielzahl von Beschwerden therapiert werden. Ausgeglichene Muskelfunktionen beim Kauen und Schlucken, sowie die Nasenatmung, bringen dabei unseren Körper und unser Nervensystem in Balance.
Bei Kindern ist dies von besonderer Bedeutung, da die physiologische Entwicklung des Kiefers und Gesichts von diesen Funktionen abhängt.
Im Vergleich zur konventionellen Funktionstherapie mit Schienen, ist die Dentosophiebehandlung eine echte Ursachentherapie.
Die Dentosophie ist dabei eine sehr sanfte Methode, da sie nur die körpereigenen Kräfte nutzt und diese in Balance bringt. Sie ist für alle Altersgruppen geeignet!
Für wen kommt eine dentosophische Behandlung in Frage?
Letztendlich kommen alle Patienten in Frage, die Zähne haben (ab ungefähr 2-99 Jahre). Insbesondere ist die Dentosophie für Patienten sinnvoll, die funktionelle Einschränkungen haben.


Indikation Kinder (3 bis 12 Jahre) mit:
- offener Mundhaltung
- falscher Zungenlage
- falschem Schlucken
- wiederkehrenden Infekten im Rachenraum / der Ohren
- Fehlhaltungen
- Problemen der Aussprache (Lispeln)
- Zahnfehlstellungen
- Schnarchen
Indikationen von Dentosophie bei Jugendlichen und Erwachsenen:
- Bruxismus (Zähneknirschen und -pressen)
- Kiefergelenksbeschwerden (CMD)
- Mundatmung
- Falsche Zungenruhelage
- Falsches Schluckmuster
- Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers
- Schlafstörungen und Schnarchen
- Schwacher Beckenboden
- Haltungsprobleme
- Stressbedingte Symptome
- Ganzheitliche Gesundheitsförderung
- Tinnitus
- Migräne
- Rücken und Nackenschmerzen


Was macht die Dentosophie?
Wusstest du, dass die Zunge und ihre physiologische Position am Gaumen maßgeblich unsere Haltung positiv beeinflusst?
Hier ergänzt die Posturologie (von lat. postura = Haltung) die Dentosophie auf eine einzigartige Art und Weise, indem sie nicht nur die Zungen- und Kieferposition, sondern den ganzen Köper mit einbezieht.
Liegt die Zunge oben am Gaumen (Zungenruhelage), wird unser Köper durch die Fazienkette: Deep Front Line von oben (Zunge) bis zum kleinen Zeh aufgerichtet.
In meiner Diagnostik beschränke ich mich nicht nur auf Mund und Kopf, sondern ich schätze deinen Körper in seiner Gesamtheit (Posturologie) ein. Dazu schaue ich mir deinen Körper in Bewegung an. Somit kann ich Rückschlüsse daraus ziehen, inwiefern deine Kieferposition deine gesamte Haltung (englisch „posture“) beeinflusst.


Was ist der Balancer?
Jeder Balancer besteht aus drei Komponenten:
- Rampe innen, welche die Zunge nach oben führt, um die physiologische Zungenruhelage und das physiologische Schluckmuster zu trainieren.
- Einem äußeren Schild, der den Lippenschluss trainiert
- Einer Kauebene, die dem Kaumuskel adäquaten Widerstand bietet. Beidseitiges Kauen wird trainiert.
Ziel ist eine optimale Zusammenarbeit von Zunge und Gesichtsmuskulatur, wodurch die Nasenatmung aktiviert wird.

Atmen – Schlucken – Kauen
Diese drei Grundfunktionen beeinflussen nicht nur die Zahngesundheit, sondern den gesamten Organismus. Die Nasenatmung versorgt z.B. den Körper perfekt mit Sauerstoff. Das physiologische Schlucken sorgt bei Kindern und Jugendlichen für ein gutes Kieferwachstum. Das korrekte Schluckmuster ist für die Entspannung der Kaumuskulatur und ein physiologisches Kieferwachstum entscheidend. Beidseitiges, federndes Kauen sorgt für eine gleichmäßige Belastung der Kiefergelenke und eine ausgeglichene Kiefermuskulatur.
Vorteile der Dentosophie
Natürliche Heilung: Die Methode setzt auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und vermeidet invasive Eingriffe.
Langfristige Erfolge: Die aktive Mitarbeit der Patienten und die ganzheitliche Herangehensweise führen zu langfristigen Therapieerfolgen.
Ganzheitlicher Ansatz:
Dentosophie betrachtet den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele. Störungen in der Mund- und Kieferregion können Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben und umgekehrt.
Sanfte Therapie:
Im Gegensatz zu einem invasiven zahnmedizinischen Eingriff setzt Dentosophie auf sanfte, natürliche Methoden, um das Gleichgewicht im Mundraum und im ganzen Körper wiederherzustellen.
Aktive Mitarbeit:
Patienten spielen eine aktive Rolle in ihrer Dentosophie-Therapie. Durch einfache Übungen mit dem Balancer (ein spezielles Trainingsgerät aus Silikon), kannst du selbst dein Atmen, Schlucken und Kauen trainieren. Den Balancer trägst du hierfür 1 Stunde am Tag und in der Nacht.
Die Dentosophie fördert das Gleichgewicht im Mundraum und im gesamten Körper.
Nasenatmung als Grundlage
Die Nasenatmung ist mehr als nur ein Atemweg – sie ist essenziell für die natürliche Mundfunktion. Durch die Nase einzuatmen, ermöglicht eine effiziente Filterung, Befeuchtung und Erwärmung der eingeatmeten Luft, was nicht nur die Atemwege schützt, sondern auch eine korrekte Entwicklung des Gesichts bedingt. Die Nasenatmung aktiviert unser natürliches Erholungsprogramm (Parasympathikus) und führt zu einem erholsameren Schlaf.


Gefahren des Mundatmens
Das Mundatmen kann zu einer Reihe von Problemen führen, darunter:
Trockener Mund: Beim Mundatmen wird die eingeatmete Luft nicht ausreichend befeuchtet, was zu einem trockenen Mund führen kann. Ein trockener Mund begünstigt das Wachstum von Bakterien und kann zu Karies, Zahnfleischerkrankungen und Mundgeruch führen.
Zahnfehlstellungen: Der Mund bleibt beim Atmen geöffnet, was den Druck auf die Zähne und den Oberkiefer verändert. Dies kann zu Zahnfehlstellungen wie einem offenen Biss oder einem Überbiss führen.
Veränderungen im Gesichtswachstum: Kinder, die über längere Zeit durch den Mund atmen, können Veränderungen im Gesichtswachstum erleiden, da der Kiefer nicht richtig ausgebildet wird. Wiederkehrende Mittelohrentzündungen, andere HNO- Erkrankungen und Allergieneigung treten häufiger auf.


Schlafstörungen:
Mundatmen während des Schlafs kann zu Schlafstörungen wie Schnarchen und obstruktiver Schlafapnoe führen, da die Atemwege nicht optimal geöffnet sind.
Erfolge meiner Patienten




















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Erfahren mehr darüber, wie die Dentosophie auch dir helfen kann und vereinbare ein persönliches Beratungsgespräch mit mir!
mara@gemeinschaftspraxis-bogenhausen.de
Weitere Informationen findest du unter:

Dr. Silke Waggershauser im Interview:
Häufig gestellte Fragen zur Dentosophie:
Der Balancer ist ein Trainingsgerät aus Silikon, welches im Mund getragen wird. Damit kann das richtige Atmen, Schlucken und Kauen trainiert werden.
Eine Dentosophie-Behandlung erfolgt nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Kieferorthopäden.
Um die Notwendigkeit einer Therapie beurteilen zu können, , ist es unerlässlich, dich/dein Kind in einem persönlichen Termin in der Praxis zu sehen.
Nein, eine ausführliche Diagnostik in der Praxis ist Grundlage für den Behandlungserfolg.
In einem ausführlichen Termin gehe ich individuell auf dein Anliegen ein und führe eine ausführliche Anamnese / Diagnostik durch. Dabei untersuche ich deine Mundmotorik (Zungen-, und Lippenmuskulatur/ Schluckmuster) und schaue mir deine Zahnstellung und Haltung (Posturologie; Haltungskontrolle) an.
Nach der Erstuntersuchung wird dann entschieden, ob in deinem Fall Dentosophie infrage kommt. Das entsprechende Gerät (Aktivator/Balancer) kann in der Regel am selben Termin mitgenommen werden.
Bei privat Versicherten hängt es von deinem Vertrag ab, ob die Behandlung erstattet wird. Bei gesetzlich Versicherten ist die Erstattung von der Krankenkasse komplett ausgeschlossen. Solltest du eine Zusatzversicherung haben, so hängt dies auch von den Details deines Tarifs ab. Erkunde dich gerne dazu bei deiner Krankenkasse.
Eine Behandlung mit Dentosophie ist ab einem Alter von ca. 2-3 Jahren bis ins hohe Lebensalter möglich.
Die Kosten für die Dentosophie-Behandlung bei KINDERN und ERWACHSENEN gestalten sich in Höhe von ca. 1800€ - 2000€ (inkl. Balancer), je nach Behandlungsdauer.
Die Erfahrung zeigt, dass gerade diese Patientengruppe sehr davon profitiert, wenn die Funktionen Atmen, Schlucken und Kauen gut funktionieren. Nasenatmung, physiologisches Schlucken und beidseitiges Kauen sind wertvolle Prophylaxe gegenüber Karies und Zahnfleischentzündungen.
Nein, dies ist erst einmal nicht zwingend notwendig.
Die Erfahrung zeigt, dass mit Dentosophie insbesondere im Kindesalter bis ca. 10 Jahre die Kiefer- und Zahnstellung sehr positiv beeinflusst werden kann – entsprechende tägliche Mitarbeit vorausgesetzt!
Im Jugend- und Erwachsenenalter ist dies zwar nicht unmöglich, jedoch wesentlich weniger wahrscheinlich.
Nichtsdestotrotz sind die vielen positiven Effekte durch z.B. die Umstellung auf Nasenatmung, durch den Aktivator/ Balancer unabhängig von Zahnbewegungen hervorzuheben.
Selten kommt es zu Muskelkater und Kieferspannungen.
Ja, hier kann auf einen reduzierten Balancer zurückgegriffen werden.